Roland Kellers Rechtsanwalt

Versorgungsausgleich

Der sogenannte Versorgungsausgleich dient dazu, die Nachteile, die ein Ehepartner dadurch erleiden könnte, dass er keine oder weniger Rentenanwartschaften erworben hat als der andere Partner, auszugleichen.

Für den Versorgungsausgleich werden die von beiden Eheleuten erworbenen Rentenanwartschaften ermittelt und einander gegenübergestellt. Wer eine grössere Anwartschaft ausweist, hat an den Partner/die Partnerin die Hälfte des Überschusses abzugeben, d.h., die Hälfte des Überschusses wird ohne Zutun der Partner auf das geringer bestückte Konto übertragen, so dass dessen Inhaber/in später eine höhere Rente erhält, als er/sie eigentlich "erwirtschaftet" hat.

Über den Versorgungsausgleich wird in jedem Fall eine Entscheidung getroffen, es sei denn, vor oder während der Ehe wurde ein Notarvertrag unterzeichet (z.B. Gütertrennung), der dies ausschliesst.
Der Versorgungsausgleich wird auch grundsätzlich nicht durchgeführt, falls die Ehe nur kurze Zeit (bis zu drei Jahren) bestanden hat.